Dienstag, 03. März 2026, 18:30 – 20:00 Uhr | Haus am Dom, Domplatz 3, Frankfurt
Kulturbrücke Kino
Halaleluja – Iren sind menschlich!
Irland/Frankreich/Deutschland 2017
in der deutschen synchronisierten Fassung
Regie: Conor McDermottroe
Mit: Nikesh Patel, Sarah Bolger,
Colm Meaney, David Kross
94 Minuten, FSK: ab 14
Generationen- und Culture-Clash-Komödie über einen Aussteiger aus dem britisch-indischen Migrantenmilieu, der sich vor dem sozialen Druck und dem ökonomischen Ehrgeiz seiner konservativ-muslimischen Familie an die irische Westküste geflüchtet hat.
Dort spürt ihn sein Vater auf und verlangt, dass er endlich Verantwortung für sein Leben übernehmen soll, indem er einen Halal-Schlachthof aufbaut.
Das Spielfilmdebüt spricht vom Generationen- und Religionskonflikt bis zu Stadt-Land-Gegensätzen viele akute Themen an.
Islamisch und christlich geprägte Kulturen im Gespräch
Was heißt es in einer muslimischen und in einer westlich geprägten Kultur zu leben?
Welche Kulturen des Essens, der Kleidung, der Musik, des Bauens, des Tagesablaufs gelten hier unausgesprochen?
Wie verbinden sie unbewusst verschiedene Religionen und Nationen unter dem Dach einer gemeinsamen Kultur?
Was heist es, durch Migration diese schützende Haut hinter sich zu lassen und jahrelang unter völlig neuen Umständen zu leben?
Wir laden Sie herzlich ein, ausgehend von zeitgenössischen Filmen, die „Kultur“ in diesem umfassenden Sinne vermitteln, miteinander ins Gespräch zu kommen.
Die Reihe Kulturbrücke Kino“ wendet sich ausdrücklich an Menschen muslimischen und christlichen Glaubens, die sich bewusst mit ihrer Kultur auseinandersetzen oder etwas von anderen Kulturen erfahren möchten.
Eintritt frei
Anmeldungen an hausamdom@bistumlimburg.de
Eine Veranstaltung von KARM; Haus am Dom
Donnerstag, 5. März 2026, 19:00 – 21:00 Uhr | Haus am Dom, Domplatz 3, Frankfurt
Krieg in Kamerun:
Vortrag und Gespräch mit
Charlotte Njikoufon zum vergessenen Konflikt in Kamerun
Abseits der internationalen Aufmerksamkeit schwelt seit 10 Jahren ein Konflikt zwischen Separatisten und Sicherheitskräften der Regierung im anglophonen Teil Kameruns. Betroffen von der Auseinandersetzung ist v.a. die zivile Bevölkerung. Hunderttausende Menschen sind auf der Flucht, verlieren ihre Lebensgrundlage, können nicht zur Schule gehen und sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.
Was passiert eigentlich gerade in Kamerun? Wer führt in Kamerun Krieg und warum? Wie ergeht es der Zivilbevölkerung in Kamerun? Welche ausländischen Akteure halten den Krieg am Leben? Wer verfolgt welche Interessen? Welche Möglichkeiten gibt es, zur Beendigung dieses Krieges beizutragen?
Diese Fragen versucht Charlotte Njikoufon zu beantworten und anschließend mit dem Publikum – vor Ort und Online – zu diskutieren.
Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist sowohl vor Ort im Haus am Dom wie auch online als Live-Stream auf YouTube möglich.
Zur Person: Charlotte Njikoufon, Vorsitzende des antirassistischen Kone-Netzwerkes zur Förderung der Geschlechtergerechtigkeit und empowerment von Migrant:innen aus Afrika in Deutschland, Vorstandsmitglied im Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen.
Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich.
Digital können Sie die Veranstaltung zeitgleich kostenfrei auf dem
Youtube- Kanal des Haus am Dom verfolgen und diese ist dort auch
späterhin kostenfrei abrufbar:
Zum Live-Stream gelangen Sie HIER.
Kooperation: Fachteam Gesellschaftliche Verantwortung im Bistum Limburg (Stephanie Kloidt), Katholische Stadtkirche Frankfurt (Jutta Fechtig-Weinert), Katholische Akademie im Haus am Dom im Rahmen der MISEREOR-Fastenaktion 2026
Freitag, 6. März 2026, 19:00 – 21:00 | Haus am Dom, Domplatz 3, Frankfurt
Formen des Widerstands in den Polykrisen unserer Tage.
Außerparlamentarisches Handeln und Aktionen, die Grenzen und die Frage der Gewalt
Podiumsdiskussion
Außerparlamentarischer Protest in der Bundesrepublik hat es immer schwerer. Von Seiten des Staates gibt es das Bestreben, Aktionen zu kriminalisieren. So wurden Klimaaktivist:innen der Letzten Generation von Staatsanwaltschaften schon in die Nähe der früheren Rote Armee Fraktion (RAF) gerückt. Auf der anderen Seite stellt sich die drängende Frage, ob Formen der Gewalt legitim sein können und wo Grenzen verlaufen. Der Anschlag der Vulkan-Gruppe in Berlin auf die Energie-Infrastruktur, in dessen Folge Zehntausende von Menschen tagelang ohne Strom waren, ist ein aktuelles Beispiel. Gleiches gilt für Aktionen gegen die Technik der Deutschen Bahn.
Wie kann außerparlamentarischer Widerstand heute und in Zukunft aussehen? Das Gespräch moderiert der Autor Claus-Jürgen Göpfert.
Mit:
Darya Sotoodeh, Klimaschutzaktivistin und Sprecherin von Fridays for Future Deutschland, Heidelberg
Silke Maier-Witt, ehemalige RAF-Terroristin, heute Friedensaktivistin auf dem Balkan
Tadzio Müller, Politikwissenschaftler, Autor, Klimaaktivist, Berlin
Kooperation: pax christi
Eintritt frei. Keine Anmeldung erforderlich.
Digital können Sie die Veranstaltung zeitgleich kostenfrei auf dem
Youtube- Kanal des Haus am Dom verfolgen und diese ist dort auch
späterhin kostenfrei abrufbar: Zum Live-Stream gelangen Sie HIER.
Eine Veranstaltung von KARM; Haus am Dom
Dienstag, 17.März 2026, 18:00 – 20:00 | Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW,
Praunheimer Landstr. 206, 60488 Frankfurt
Klimaneutral? Von wegen!
Stimmen aus dem peruanischen Amazonas zu Kohlenstoffmärkten und deren Auswirkungen auf indigene Territorien
auf Spanisch mit deutscher Übersetzung, anschließend Get-together | Eintritt frei
Anmeldung unter https://kurzlinks.de/kohlenstoffhandel
Kohlenstoffmärkte erscheinen auf den ersten Blick als eine perfekte Lösung für die Klimakrise: Aus dem Globalen Norden fließen finanzielle Mittel in den Globalen Süden, um dort Klimaschutzprojekte zu unterstützen. Damit sollen nicht eingesparte CO2-Emissionen im Globalen Norden durch Vermeidung von Treibhausgasen im Globalen Süden ausgeglichen werden. Davon sollen alle Beteiligten profitieren: Der Globale Norden, darunter Deutschland, erreicht seine Klimaziele ohne massive Einsparungen von Treibhausgasen im eigenen Land, und die Menschen im Globalen Süden erhalten dringend gebrauchte finanzielle Mittel, um ihren Klimaschutz auszubauen. Doch die Realität vor Ort sieht anders aus.
Unsere beiden Gäste aus Peru, die Kichwa-Führerin Marisol Garcia und die Rechtsanwältin Cristina Gavancho, berichten über die Auswirkungen des Kohlenstoffhandels im peruanischen Amazonas und zeigen Alternativen auf, die Lebensbedingungen der Indigenen Völker vor Ort nachhaltig und ohne Kohlenstoffmärkte zu verbessern. Im Dialog miteinander sollen auch Möglichkeiten des Engagements in Deutschland diskutiert werden. Im Anschluss an das Gesprächsforum laden wir herzlich zum informellen Get-together ein, um sich mit den Gästen vertieft auszutauschen.
Eine Veranstaltung von Brot für die Welt und Zentrum Ökumene der EKHN und EKKW
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