
Magistrat beschließt Dienstanweisung zur fairen und nachhaltigen Beschaffung
24.08.2026
„Keine Steuergelder für Menschenrechtsverletzungen“
Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main wird künftig noch stärker fair und nachhaltig einkaufen als bisher. Dafür hat das Gremium jetzt eine Dienstanweisung für die Stadtverwaltung beschlossen, die die nachhaltige Beschaffungspraxis aller mit Vergaben und Beschaffungen befassten Organisationseinheiten der Stadt Frankfurt am Main und ihrer Eigenbetriebe regelt.
„Wir als Stadt Frankfurt geben sehr viel Geld für die Beschaffung aus. Durch eine höhere Nachfrage nach fair gehandelten und produzierten Produkten und Dienstleistungen können wir dafür sorgen, dass diese überhaupt erst hergestellt und angeboten werden. Mit dieser Dienstanweisung setzen wir unseren Hebel für eine gerechtere Welt ein“, fasst Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff zusammen. Die Dienstanweisung zur fairen und nachhaltigen Beschaffung bezieht sich dabei auf alle öffentlichen Aufträge für Liefer- und Dienstleistungen sowie auf Bauleistungen und Konzessionen. Damit ergeben sich für bestimmte, im Sinne einer fairen Beschaffung sensible Produktbereiche wie beispielsweise Agrarprodukte, Textilien, Natursteine, Holzprodukte oder IT-Produkte spezifische Vorgaben.
„Mir ist es wichtig, dass wir als Stadt noch konsequenter nachhaltig und wirkungsorientiert handeln“, sagt Bergerhoff. „Nachhaltig heißt ökologisch verantwortlich, sozial gerecht und wirtschaftlich tragfähig. Und wirkungsorientiert bedeutet: Das Geld, das wir ausgeben, soll auch die gewünschte Wirkung erzielen. Dabei geht es um menschenwürdige Arbeitsbedingungen, um nachhaltige Landwirtschaft, Frauenförderung und Geschlechtergerechtigkeit, um existenzsichernde Löhne, transparente Lieferketten und um einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Wenn wir fair beschaffen, dann sichern wir Menschenrechte und Existenzen weltweit – und geben keine Steuergelder für Menschenrechtsverletzungen aus.“
In Bekanntmachungen und Vergabeunterlagen wird die Stadt künftig darauf hinweisen, dass sie besonderen Wert auf eine nachhaltige Beschaffung legt. Dadurch sollen Bietende animiert werden, nachhaltige Leistungen und Leistungsbestandteile anzubieten.

Die weltweite Genossenschaft mit fünf Jahrzehnten Erfahrung im sozialen Impact Investing. Mit dem Geld der Anleger*innen werden Partnerorganisationen und Unternehmen im globalen Süden durch verantwortungsvolles investing finanziert. Das Ziel: die Lebensumstände einkommensschwacher Menschen zu verbessern und zu einer besseren Zukunft für alle beizutragen.
Eine Gute Idee von Oikocredit (Juni 2025 auf Dauer)

neues interaktives Online-Format „Drüber Gebabbelt“
Je Termin haben wir Gäste mit ihren eigenen Perspektiven, Themen und Expertisen zu Gast, die einen kurzen Impuls zu aktuellen Themen rund um Globales Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Entwicklungszusammenarbeit geben. Wir sprechen über wichtige globale Herausforderungen, greifen aktuelle gesellschaftliche Debatten auf, thematisieren aber auch Themen, die oft im medialen Trubel untergehen oder nicht mehr im Fokus der Aufmerksamkeit stehen.
Wie kann eine nachhaltige Zukunft gelingen und was sind unsere Rollen in einer vernetzten Welt? Was braucht es für ein gesellschaftliches Miteinander? Welchen Herausforderungen begegnen wir in unserer täglichen Praxis?
Wir starteten unsere Reihe am 22. Mai 2025 mit einem Impuls des Kipppunkt Kollektivs und gehen gemeinsam der Frage nach, warum wir uns als Bildungsschaffende kollektiv organisieren sollten.
>>>Hier geht es zu mehr Infos und zur Anmeldung
Eine Gute Idee des Entwicklungspolitischen Netzwerks Hessen (epn) (April 2025 auf Dauer)
Immer mehr Menschen achten bei ihren Konsumentscheidungen auf Nachhaltigkeit – auch bei der Urlaubsplanung. Orientierung können Gütesiegel bieten. Allerdings gibt es weltweit über 200 Labels, die ein breites Spektrum an Tourismusangeboten auszeichnen – von Unterkünften über Reiseanbieter, Strände, Naturschutzgebiete bis hin zu Regionen. Die Zertifizierungen ziehen unterschiedlichste Kriterien heran. Wer kann hier noch den Überblick behalten?
Um Reisenden die Orientierung zu erleichtern, haben wir touristische Nachhaltigkeitslabels unter die Lupe genommen. Wir stellen Ihnen ausgewählte Gütesiegel vor, die eine hohe Qualität garantieren, weil sie ein breites Nachhaltigkeitsspektrum abdecken, unabhängig sind und international anerkannten Standards entsprechen. Diese
Labels zeichnen Urlaubsangebote aus, die Menschenrechte respektieren, natürliche Ressourcen und das Klima schonen und der Bevölkerung in den Destinationen einen Nutzen bringen.
Ecotrans e.V., Fairunterwegs, Naturfreunde Internationale / Respekt und Tourism Watch bei Brot für die Welt veröffentlichen den beliebten „Wegweiser durch den Labeldschungel“ nun zum vierten Mal in aktueller Auflage. Empfohlen werden die 24 glaubwürdigsten von inzwischen weltweit mehr als 200 touristischen Nachhaltigkeitslabels. Darüber hinaus enthält der Labelführer auch Informationen zur Buchbarkeit zertifizierter Angebote bei Reiseveranstaltern und Buchungsplattformen, sowie zu Klimaschutzinitiativen und Kompensationsangeboten.
12.03.2023 | Grafik: TourismWatch
Broschüre „FAIRanstaltungen nachhaltig organisieren“
Der Klimawandel ist stärker vor Ort erfahrbar. Und auch die Pandemie hat etwas in unserem Bewusstsein verändert – Lieferketten, die nicht funktioniert haben, globale Inzidenzzahlen, die plötzlich interessant waren, oder eingeschränkte Reisemöglichkeiten. Auch wenn wir es uns in unserem Leben, in unserer Stadt, in unserem Ort bequem gemacht haben, so mussten wir erkennen, dass wir doch Teil der Welt sind. Und weil wir Teil der Welt sind, haben wir auch eine Verantwortung für die Eine Welt.
Kunst und Kultur, Feste und Austausch sind wichtig. Wo sonst trifft sich eine Stadtgesellschaft – oft unabhängig von Herkunft. Wo sonst lässt sich Stadtgesellschaft auch erleben? Für das soziale Miteinander sind Veranstaltungen wichtig und nicht ersetzbar. Und weil sie so wichtig sind, müssen sie bewusster, nachhaltiger geplant und durchgeführt werden.
Die Broschüre von Rhein.Main.Fair und „Lust auf besser leben“ gibt viele praktische Tipps, die sich in Kommunen bewährt haben.
„Meine Welt – Unsere Welten. Dekoloniale Perspektiven und Ansätze im Globalen Lernen“
2. Auflage (2021) erschienen. Kostenlos downloaden oder bestellen
Was erwarten Expert*innen in und aus dem Globalen Süden von Globalem Lernen im Norden? Wie kann Globales Lernen aussehen, dass sich dichter an den Perspektiven von Menschen im Globalen Süden orientiert? In der Broschüre gibt es darauf erste Antworten, basierend auf Projektwochen mit Schüler*innen und Interviews mit und Textbeiträgen von Expert*innen im und aus dem Globalen Süden.
Inhaltlich widmen wir uns in der zweiten Auflage der Reflexion über unsere eigene Fähigkeit, wirklich von Expert*innen und Aktivist*innen aus dem Globalen Süden zu lernen. Dazu gibt es neue Perspektiven, methodische Anregungen und Reflexionsanstöße. Neu dabei sind beispielsweise folgende Texte:
„Ohren auf! – Lernen von Expert*innen aus dem Globalen Süden“
Yili Rojas: „Eine gezeichnete Blume ist keine Blume – Reflexionen zur pädagogischen Arbeit mit Weltkarten“
„Ohren auf und Blicke schärfen: Gruppenarbeit zu den Interviews mit Expert*innen aus dem Globalen Süden“
Geoffrey Ogwaro: „Die Situation der LGBTIQ-Gemeinschaft in Uganda: eine vorkoloniale und postkoloniale Entwicklung“
Druckversion bestellen unter: info@kribi-kollektiv.de
Eine Veröffentlichung von reflect e.V. Kribi – Kollektiv für politische Bildung
http://kribi-kollektiv.de/

Podcast FAIR
Wie du den Planeten jeden Tag etwas besser machen kannst.
- Der Podcast FAIR ist für Menschen gemacht, die den Planeten jeden Tag etwas besser machen wollen. Dafür geben wir handfeste und umsetzbare Tipps auf den Weg. Und das ganz ohne das Leben komplett verändern zu müssen.
- Jeden Monat stellen wir ein neues Projekt, eine Idee oder ein Unternehmen aus Deutschland, Österreich oder der Schweiz vor. Dabei hat jede Episode eine Länge von 15-30 Minuten.
- Der Podcast FAIR ist ein Bildungsangebot von Oikocredit. Die Genossenschaft Oikocredit setzt sich seit 1975 für nachhaltige Geldanlage und soziale und ökologische Kreditvergabe ein.
Neue Publikation „WeltJournal Tourismus“ erschienen

Aktuellen Prognosen zufolge darf die Reisebranche innerhalb Europas 2022 eine Rückkehr zu ihrem Vor-Pandemie Niveau erwarten. Doch die Corona-Krise ist im globalen Tourismus lange nicht vorbei und die Situation in den meisten Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas bleibt fragil.
Mit seinem druckfrischen WeltJournal Tourismus – Zwischen Wunsch und Wirklichkeit liefert Brot für die Welt eine aktuelle Bestandsaufnahme zur Situation des Tourismus in Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas – blickt dabei aber weit über die Corona-Situation hinaus. Auf 44 Seiten trägt das Dossier Analysen und Infografiken zusammen – vom Ressourcenverbrauch des Tourismus über Statistiken zu Reisen aus Deutschland, bis hin zur Rolle von Frauen. Stimmen von Brot für die Welt-Partnerorganisationen aus aller Welt und politische Forderungen zur global gerechten Gestaltung des Tourismus runden die Publikation ab.
Bestellen Sie hier ihr gedrucktes Exemplar des WeltJournals.
Laden Sie sich hier das WeltJournal digital als PDF herunter.
DAS „ÜBER DEN TELLERRAND-NETZWERK“
RÄUME SCHAFFEN – KENNENLERNEN ERMÖGLICHEN
Seit 2013 trägt „Über den Tellerrand e.V.“ dazu bei, dass die Integration und soziale Teilhabe von Menschen mit Fluchterfahrung in unserer Gesellschaft gelingt. Es schafft Räume, die Begegnung und Austausch auf Augenhöhe ermöglichen und Freundschaften zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung fördern. Bei vielseitigen Begegnungsaktivitäten werden beidseitig Vorurteile abgebaut, Offenheit und Respekt gefördert sowie Sprachkenntnisse und kulturelles Wissen weitergegeben.
Bei kulinarischen, kreativen und sportlichen Aktivitäten begegnen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft, lernen sich kennen und schließen Freundschaften.
In Berlin gegründet, motiviert „Über den Tellerrand“ zu grenzübergreifender Begegnung und Austausch auf Augenhöhe. Mittlerweile umfasst das Netzwerk interkulturelle Communities in 40 Städten, die Satelliten heißen. In Deutschland, Österreich, Tschechien und Kolumbien bieten „Über den Tellerrand-Communities“ Begegnungsaktivitäten und fördern nachhaltige Freundschaftsnetzwerke.
Grafik: Über den Tellerrand e.V.
TourismWatch/Brot für die Welt: Der One Planet Guide für faires Reisen ist da
Grafik: Tourism Watch
SÜDWIND blickt im Jahr 2021 auf 30 Jahre Expertise im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und globaler Gerechtigkeit zurück. Im Jubiläumsjahr wollen sie unter dem Slogan „Wissenschaf(f)t Gerechtigkeit“ an die gegenwärtigen Diskussionen um die Rolle von Wissenschaft in politischen Prozessen anknüpfen und auf die wichtige Funktion von Zivilgesellschaft innerhalb dieser Prozesse aufmerksam machen.
Ein bemerkenswertes Video zum Südwind-Jubiläum
(Creative Commons-Lizenz ©Südwind-Institut)
Grafik: Südwind
Frankfurter Lernorte der Nachhaltigkeit.
Neuauflage der Broschüre erschienen.
Dass Frankfurt zahlreiche Lernorte für eine nachhaltige Entwicklung bietet, hat sich inzwischen herumgesprochen. Nun legt das Netzwerk „Nachhaltigkeit lernen in Frankfurt” die erweiterte Auflage der „Frankfurter Lernorte der Nachhaltigkeit“ vor. Sie bietet auf über 60 Seiten Nachhaltigkeit zum Anfassen, von Exkursionen zu den Lernstationen im Frankfurter GrünGürtel über globalisierungskritische Stadtrundgänge bis zum Lernlabor Klimaschutz. Auch die Angebote unseres fair-ein e.V. und der Frankfurter Weltläden sind auf jeweils einer Seite enthalten.
Die Broschüre kann in Papierform bestellt (per Mail: info(at)bne-frankfurt.de oder telefonisch: 069 212 30130) oder als PDF heruntergeladen werden.
Zehn-Punkte-Challenge für die Schöpfung.
„Netzwerk Frankfurter Eine-Welt-Gruppen“ veröffentlicht Aktionsprogramm
Das Netzwerk Frankfurter Eine-Welt-Gruppen hat eine Zehn-Punkte-Challenge zusammengestellt. Ziel ist, die Umwelt zu entlasten und die Schöpfung zu bewahren – und zwar weniger durch Verzicht als vielmehr durch bewusste gute Entscheidungen. Das macht Spaß, ist gesund, schont die Natur und spart Geld.
Der dazugehörige Flyer „Man gönnt sich ja sonst nichts…“ gibt Anregungen für den Klimaschutz im Privatleben, aber auch für Gemeinden und Verbände. Als Kooperationspartner sind die Abteilung Weltkirche des Bistums Limburg, die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) dabei. Was also kann man tun, um zur Schöpfungsbewahrung beizutragen? Hier kommt die Zehn-Punkte-Challenge!


