Eine Welt und Corona

Oikocredit – die internationale ökumenische Entwicklungsgenossenschaft berichtet aus Indien

Indien wurde hart von Covid-19 getroffen. Wie sieht die Situation jetzt (30.07.2021) aus? Wie steht es um unsere Mitarbeiter*innen vor Ort, unsere Partner und deren Kund*innen? Gouri Sankar, Geschäftsführer von Maanaveeya (dem indischen Tochterunternehmen von Oikocredit), beantwortet diese und weitere Fragen.

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Der Verein Deutsch-Indische Zusammenarbeit e.V. (DIZ) berichtet von der Arbeit seiner Partner*innen in Indien
Die Corona-Krise in Indien verschärft sich massiv. Seit Mitte März 2021 steigen die Infektions- und Todeszahlen. Uns erreichen furchtbare Nachrichten von unseren Partnern: Menschen versuchen verzweifelt, einen Platz im Krankenhaus zu bekommen. Denn an vielen Orten sind die Covid-Stationen hoffnungslos überfüllt, es fehlt an Medikamenten, an medizinischem Sauerstoff für die Patientinnen und Patienten auf den Intensivstationen, an Betten, an Tests, um überhaupt festzustellen, ob jemand an Corona leidet. Zugleich verlieren Tagelöhnerinnen und Tagelöhner ihre Arbeit, die Menschen leiden an Hunger, die Kinder gehen nicht mehr in die Schule.Vielerorts herrschen strengste Ausgangsbeschränkungen, um die Pandemie in den Griff zu bekommen. Die Schulen, die gerade erst wieder teilweise öffneten, sind bereits wieder geschlossen. Wanderarbeiterinnen und Wanderarbeiter verlassen erneut in Scharen die Städte, weil ihnen dort der Hungertod droht – gleichzeitig tragen sie so das Virus in ihre Heimatdörfer, die oft über wenig medizinische Infrastruktur verfügen. Unsere indischen Partner helfen trotz der Ausgangssperren, wo sie können: Wie zu Beginn der Krise versorgen sie ihre Zielgruppen mit dem Nötigsten, verteilen Lebensmittel ebenso wie Masken und Desinfektionsmitteln und versuchen, den Kontakt zu ihren Zielgruppen zu halten. Zudem klären sie noch immer darüber auf, wie man sich vor der Krankheit schützen kann.Wir wenden uns heute zudem mit einer konkreten Bitte an Sie und Euch. Bitte spenden Sie / spendet für die Corona-Nothilfe unserer indischen Partnerorganisationen! Unsere Partner helfen trotz der Ausgangssperren, wo sie können: Wie zu Beginn der Krise versorgen sie ihre Zielgruppen mit dem Nötigsten, verteilen Lebensmittel ebenso wie Masken und Desinfektionsmittel. Sie versuchen, den Kontakt zu ihren Zielgruppen zu halten und ihnen zur Seite zu stehen. Zudem klären sie noch immer darüber auf, wie man sich vor der Krankheit schützen kann. Für die Menschen in den Dörfern und Slums ist diese Arbeit überlebenswichtig. Wir danken Ihnen sehr herzlich für Ihre Unterstützung in dieser schwierigen Situation!

Deutsch-Indische Zusammenarbeit e.V.
IBAN: DE84 5206 0410 0004 0041 08   Evangelische Bank eG
Stichwort: Corona-Nothilfe

Hope House: 130 warme Mahlzeiten täglich
Das Team des Hope House kocht für 130 Menschen pro Tag.

„Gleich zu Beginn der Ausgangssperre starben hier in der Nachbarschaft zwei Menschen an Hunger“, erinnert sich Ruby Nakka, Leiter des Hope Houses in Vellore.

Das war der Auslöser: „Unser ganzes Team beschloss, den Bedürftigen Mahlzeiten zu kochen“, berichtet er. 130 Mahlzeiten am Tag werden gekocht und verteilt, hygienisch in Alufolie verpackt (Foto l.), die Köche und Köchinnen tragen Mundschutz. Tag für Tag bereiten sie seitdem Dal und Reis zu, um vor allem Kinder vor dem Hungertod zu bewahren.

Doch die Liste der Bedürftigen wird mit jedem Tag der Ausgangssperre länger: „Dann stellten wir fest, dass denjenigen, die selbst kochen könnten, weil sie ein Zuhause haben, die Vorräte ausgingen und sie kein Geld zum Einkaufen hatten“, erzählt Nakka von der nächsten Herausforderung. „Deshalb beschlossen wir, diese Haushalte mit einem Vorrat trockener Lebensmittel im Wert von 600 Rupien zu versorgen.“ Darin enthalten sind Reis, Öl, Linsen, aber auch Seife, damit die Menschen die Hygienevorschriften einhalten können.

Bisher hat das Hope House-Team 25 dieser Lebensmittelpakete verteilt, aber sie haben beschlossen, mindestens 1000 Kits mit trockenen Lebensmitteln zu verteilen. Dabei werden sie von Freiwilligen unterstützt, über deren Engagement freut sich Nakka besonders: „Je mehr Menschen helfen, desto mehr können wir erreichen.“

1000 Familien sollen Lebensmittel erhalten.

Dies alles dürfen sie tun, weil das Hope House mit der Regierung zusammenarbeitet.  Zusammen mit dem District Child Protection Officer und dem Child Welfare Committee ermitteln sie die besonders bedürftigen Familien.

Ruby Nakka kümmert sich vor allem um das Fundraising: Denn nicht nur die DIZ Baden-Württemberg als deutscher Partner bittet herzlich um ihre Spenden! Nakka wendet sich an alle indischen Bürgerinnen und Bürger, er spricht auch Unternehmen an. So bekam er kürzlich eine Lieferung von 600 Kilogramm Reis, um die Ärmsten der Armen unterstützen zu können.

Acht Schülerinnen des Hope Houses leben übrigens weiterhin im Waisenhaus, da sie keine Familie haben, zu der sie gehen könnten. Die übrigen musste Nakka wegen der Ausgangssperre nach Hause schicken. „Aber wir sind jeden Tag mit ihnen in Kontakt“, versichert er.
Fotos: DIZ e.V.

Weitere Berichte aus Indien finden Sie >>>hier


Die Fair-Trade-Silberschmuckimporteurinnen von pakilia berichten aus Mexiko

Wir sind ein junges Unternehmen aus Oberschwaben und bringen tollen, handgefertigten Silberschmuck von Mexiko nach Deutschland. In Mexiko arbeiten wir mit mittlerweile 19 Kunsthandwerkerfamilien in der Silberstadt Taxco zusammen – jede hat ihren eigenen Stil, dadurch ist unser Sortiment sehr vielseitig und abwechslungsreich. Die Hälfte unseres pakilia-Teams ist permanent vor Ort in Mexiko, die andere Hälfte in Deutschland, so sind wir auf beiden Seiten ganz nah dran und außer uns gibt es keine Zwischenstationen! Durch diese enge, persönliche & langfristige Zusammenarbeit mit den Silberschmieden in Mexiko verhelfen wir ihnen zu mehr Planungssicherheit, zu wirtschaftlicher Unabhängigkeit und somit wieder zu einer Zukunftsperspektive in ihrer traditionellen Handwerkskunst.

Die Idee zu pakilia entwickelte Mitgründerin Julia im Laufe ihres Studiums in Mexiko. Der Grundstein der Gründung wurde dann im Sommer 2012 gelegt. Inzwischen arbeiten wir mit über 20 Kunsthandwerkerfamilien zusammen – es sind vertrauensvolle und schon spürbar professionelle Partnerschaften entstanden. Monatliche Besuche bei den artesanos und Begegnungen auf Augenhöhe sind das Fundament von pakilia. Wir unterstützen unsere Partnerfamilien kontinuierlich durch Vorfinanzierung sowie umfangreiche administrative Unterstützung. Unentgeltliche Beratung in den Bereichen Soziale Sicherheit, Export, Qualität und Kostenkalkulation sind für uns selbstverständlich. Gemeinsam arbeiten wir an höchster Qualität und neuen Produkten – auch dank Anregungen unsere KundInnen!

Mexiko in der Corona-Krise:

Aufgrund der Corona-Pandemie spitzt sich die Situation in Mexiko immer weiter zu. Die ökonomischen Auswirkungen sind gravierend und stürzen das Land aktuell spürbar in eine Wirtschaftskrise. Mexiko ist von COVID-19 besonders stark betroffen. Pakilia berichtet ausführlich darüber und hat Stimmen der Schmuckproduzent*innen in Mexiko eingefangen (Januar 2021): www.pakilia.com/COVID-19-Update/

Das Pakilia-Onlineseminar „Fairer Handel trotz(t) Krisenzeit“ finden Sie kostenlos hier: www.youtube.com

Hilfe konkret: Eine Schmuckauswahl von pakilia gibt es im Weltladen Bornheim, Berger Straße 133, und im Weltladen Bockenheim, Leipziger Straße 29, beide Frankfurt a.M.


Der KAB-Diözesanverband Limburg berichtet aus Brasilien

ZEIT DER TRAUER UND DES KAMPFES!

Wir haben die Zahl von 250 000 Toten überschritten, die durch das pandemische Virus getötet wurden. Wir haben den schwersten Moment erreicht.

– wir haben mehr als 1000 (tausend) Todesfälle pro Tag über Wochen gesehen, und die durchschnittliche Zahl der täglichen Fälle steigt weiter… Behandlung schwer kranker Patienten, am Rande des Zusammenbruchs, in den Hauptstädten und im Landesinneren mangelt es an Betten und Krankenhäusern.

– die Impfung mit dem Impfstoff erfolgt tropfenweise, ohne Auswirkungen auf das Fortschreiten der Kontamination … Während die neuen Varianten des Virus die Ansteckung nun beschleunigen…

– mehr als 14 Millionen Arbeitslose und eine Masse informeller Arbeitnehmer, die nicht in der Lage sind, etwas zu verdienen, um ihre Familien zu versorgen, eine Vielzahl von Menschen ohne Hilfe und Hungernde, ohne Unterstützung, ohne Nothilfe, so dass von einer Stunde zur nächsten ein sozialer Umbruch ausbrechen kann…

– die Farce eines Vorschlags für Soforthilfe, der vom Kabinett des Wirtschaftsministers, Paulo Guedes, vorbereitet wurde, im Kongress behandelt wird, um durch Abgaben aus dem Gesundheits- und Bildungshaushalt finanziert zu werden, die bereits prekär sind: eine Unanständigkeit, eine nationale Schande!

In der Zwischenzeit versammelt sich ein großer Teil der Bevölkerung weiterhin zu Festen und Freizeiten, ohne Maske und ohne andere persönliche und kollektive Gesundheitsversorgung, unabhängig davon, wie ernst die Medien sind und die Behörden die Maßnahmen der Distanz und der sozialen Isolation herabsetzen…

– all diese unverantwortlichen und sorglosen Menschen fühlen sich wohl, „autorisiert“ durch die unverantwortliche und tägliche Haltung des Präsidenten der Republik, der weiterhin in der Öffentlichkeit ohne Maske auftaucht und Fanatiker auslöst, für die er spricht und für die er applaudiert wird…

Angesichts dieses traurigen und beunruhigenden Szenarios kann unser Gefühl in dieser Fastenzeit nur Trauer sein, und unsere Haltung kann nur Kampf sein.

Trauer und Empörung, in Kommunion mit den vielen Familien, die um den ungerechtfertigten Verlust von so vielen Leben trauern. Unser Blick aus dem Glauben lässt uns nicht weniger als die Passion Christ erkennen, die heute, hier und jetzt, überall, einen Genozid verlängert: mehr als 250.000 gekreuzigt durch das Pandemievirus und das Virus eines Todessystem in diesem Land, das von denen regiert wird, die den Menschen Arbeitslosigkeit, Hunger und Waffen anbieten, anstelle Arbeit, Grundeinkommen und Impfstoffen!

Solidarischer Kampf für die Verteidigung des Lebens, der Würde, des Rechts, der Gerechtigkeit und des Friedens. Mit den Waffen des DIALOGS AUS LIEBE: Treffen Sie den Entmutigten, den Verzweifelten, hören Sie sie zu und wecken sie auf zur Hoffnung, zur Macht der Einheit, zur Organisation und zum Kampf … um den Enttäuschten, dem Betrogenen, den Fanatisierten zu begegnen, ihnen zuzuhören und sie zu wecken für die Wahrheit, die befreit, für die Empörung über die Lüge und die Täuschung, für die Bedeutung des Kampfes der Volksbewegungen, der Gewerkschaftsbewegung, der politischen Parteien, die sich an volkstümlichen Anliegen beteiligen, „im Namen Jesu!“, der sein Leben hingegeben hat, damit wir das Leben in Fülle haben!

Text: Pe. Reginaldo Veloso, Priester aus Recife, JOC und MTC-Präses;
mit freundlicher Genehmigung: KAB-Diözesanverband Limburg (März 2021)
Foto: In der Region São Paulo konnten bereits erste Lebensmittelkörbe überreicht werden/KAB Limburg

Dramatische Coronalage in Brasilien: Spendenaktion geht weiter:

KAB Diözesanverband Limburg sammelt für Lebensmittelkörbe in Brasilien

Der Diözesanverband der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Limburg hat bislang über 15.000 Euro Soforthilfe für Brasilien zur Verfügung gestellt. Damit konnten 10.000 Corona-Schutzmasken (Mund-Nasen-Bedeckung) genäht werden und bereits „Lebensmittelkörbe“ an Benachteiligte verteilt werden. Die Hilfsaktion geht weiter, der Bedarf ist enorm und die Coronalage spitzt sich immer weiter zu.

Spenden sind willkommen.
Spendenkonto: KAB Diözesanverband Limburg e.V. „Coronahilfe Brasilien“ | IBAN: DE45 3706 0193 4000 6190 06 | BIC: GENODED1PAX | Pax-Bank eG, Köln. Spendenquittungen werden ausgestellt, wenn die Anschrift der bzw. des Spender*in mitgeteilt werden.

Weitere Informationen: www.kab-limburg.de


Corona WELTWEIT: Eine kleine Befragung mit Fair-Handels-Partner*innen

Von JUTTA ULMER, lobOlmo. Multivisionsshows | Reisereportagen | Fairtrade-Bilddatenbank | Fairtrade-Fotokunst | Wanderausstellung

Ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie haben wir Fair-Handels-Partner*innen, die wir in den letzten Jahren weltweit besuchten, befragt: zum Infektionsgeschehen und zur Impfwilligkeit in ihrer Organisation, zu Umsatzeinbußen und Gegenmaßnahmen, zu staatlicher Unterstützung, Veränderungen im Arbeitsalltag und ihren Wünschen fürs Jahr 2021. In Chile, Bolivien, Ghana, Palästina und Nepal haben diese fünf Fair-Trade-Aktive zwischen dem 10. und 29. März 2021 an der kleinen Befragung per E-Mail teilgenommen:

Marcela Cofré (Chile) ist Kunsthandwerkerin und Gründerin von Calypso. Der kleine Fair-Trade-Familienbetrieb hat elf Mitarbeiterinnen, die in Santiago Glasschmuck und Glasaccessoires produzieren.

Vania Rivero (Bolivien) ist Direktorin von Ayni Bolivia. Die Fair-Trade-Organisation arbeitet bolivienweit mit 25 kleinen Kunsthandwerksstätten zusammen, die Alpaka-Strickwaren, Keramik und Filzprodukte herstellen.

Nicholas Apokerah (Ghana) ist Gründer und geschäftsführender Direktor von TradeAID. Die Fair-Trade-Organisation vereint im Bolgatanga-Distrikt über 1.600 Kunsthandwerkerinnen, die aus Elefantengras Einkaufskörbe flechten.

Karmel Abufarha (Palästina) ist Marketingchef bei Canaan Palestine. Das Fair-Trade-Sozialunternehmen arbeitet im Westjordanland mit über 2.000 Kleinbauernfamilien zusammen, die für Öle, Tapenaden und Za‘atar bio-zertifizierte Oliven, Mandeln und Gewürze kultivieren.

Tara Baskota (Nepal) ist Geschäftsführerin der Kanchenjunga Tea Estate (KTE). Anteilseigner der Fair-Trade-Teefabrik sind über 100 Kleinbauern, die im Osten Nepals bio-zertifizierten Grünen, Schwarzen und Weißen Tee produzieren.

Zu den Corona-WELTWEIT-Interviews: www.lobolmo.de

Mit freundlicher Genehmigung:

lobOlmo

Dr. Jutta Ulmer & Dr. Michael Wolfsteiner GbR


Mitgliedsorganisationen des Entwicklungspolitischen Netzwerks Hessen (EPN) berichten
Eine Welt-Arbeit und die Covid-19 Pandemie

Grafik: EPN Hessen

Was sich für die Arbeit der Organisationen geändert hat, wie sie mit der neuen Situation umgehen, welche Chancen sie neu sehen und und was sich an den politischen Rahmenbedingungen verändern muss, um weiter gut arbeiten zu können, lesen Sie hier: www.epn-hessen.de/ewa-c19-pandemie


Corona ist mehr als nur Zahlen – es sind die Menschen, die zählen

Guatemala, El Salvador, Uganda, Nigeria, Kenia, USA, Österreich… Im ständig aktualisierten Global-Corona-Blog des Eine-Welt-Netzwerks Thüringen berichten Menschen aus vielen Ländern der Erde:  https://global-corona.blog


GEPA – The Fair Trade Company macht die Stimmen der Handelspartner*innen und Produzent*innen hörbar

Von der Corona-Pandemie sind alle weltweit betroffen – soziale Ungleichheit und ungerechte Welthandelsstrukturen bilden sich dadurch verschärft ab. Gerade jetzt ist die Stabilität des Fairen Handels wichtig für die Produzent*innen. GEPA hat Stimmen aus asiatischen Ländern, sowie aus Lateinamerika und Afrika zusammengestellt.

Was die Pandemie für Kaffee-Kleinbauern bedeutet:

Unsere Kaffeepartner*innen in Lateinamerika schreiben uns über die Auswirkungen der Pandemie. Wie Kleber Cruz Garcia, GEPA-Einkaufsmanager für Kaffee, vielen Rückmeldungen entnehmen konnte, ist die Lage sehr beunruhigend:
www.gepa.de/home/meldungen/kaffeepartner-und-corona

Zur Lage in verschiedenen Ländern: Indien, Philippinen, Bangladesch…:

www.gepa.de/home/meldungen/corona-ueberblick-situation-partner

Unterstützen Sie auch jetzt den Fairen Handel:

Weltladen Bornheim, Berger Straße 133,

Weltladen Bockenheim, Leipziger Straße 29, beide Frankfurt a.M.

Wer die GEPA-Handelspartner*innen im globalen Süden zusätzlich zum Fairen Handel mit einer Spende unterstützen möchte, findet alle Infos hier.


Synthesebericht: Auswirkungen von COVID-19 auf die Textilindustrie

Analyse und Empfehlungen zu Sorgfaltspflichten in den Lieferketten der Textilindustrie

Eine systematische Analyse der Auswirkungen der Pandemie auf die Beschäftigten in zentralen Beschaffungsländern und eine Darstellung von konkreten Handlungsoptionen und Maßnahmen, im Auftrag von INKOTA, FEMNET und dem Südwind-Institut.
Autor: Dr. Christian Scheper (Institut für Entwicklung und Frieden, Universität Duisburg-Essen)

Die COVID-19-Pandemie hat auch die Lieferketten der Textilindustrie hart getroffen. Vor allem die Textilarbeiter*innen in den Produktionsstätten im globalen Süden. Dies dokumentiert der neue Synthesebericht „Auswirkungen von COVID-19 auf die Textilindustrie“. Der Bericht bietet eine genaue Analyse der Auswirkungen der Pandemie auf die Textillieferketten, insbesondere auf die Menschenrechtsrisiken.

Im Fokus stehen hierbei die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die besonders betroffenen Gruppen der informell Beschäftigten, der Wanderarbeiter*innen und der Frauen sowie der Länder Bangladesch, Indien, Kambodscha und Myanmar. Der Bericht enthält konkrete Handlungsempfehlungen zur Erfüllung der menschenrechtlichen Sorgfalt am Ende der textilen Lieferkette und richten sich in Deutschland vor allem an das Bündnis für nachhaltige Textilien.

Der Bericht schließt mit Empfehlungen an Unternehmen zur allgemeinen Einhaltung von Sorgfaltspflichten und ihrer besonderen Einhaltung während einer Krise. Diese orientieren sich beispielsweise an den ‚UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte‘ und den ‚Leitsätzen für verantwortungsvolle Einkaufspraktiken in Zeiten von COVID-19‘ des Bündnisses für nachhaltige Textilien.

Zum kostenfreien Download:  www.webshop.inkota.de