Weit-Blicke

Blicke über den Tellerrand: Das machen andere

INKOTA-Osteraktion: Ab auf die Straße

Von Freiburg bis Niebüll, von Wesel bis Berlin – immer wieder zu Ostern gehen zahlreiche Aktive mit uns auf die Straße, um für mehr Gerechtigkeit in der Kakao- und Schokoladenproduktion zu streiten. Auch in diesem Jahr planen wir wieder Straßenaktionen zu Ostern – und dafür brauchen wir Ihre Hilfe!

Im Fokus steht dieses Mal die Forderung nach einem Lieferkettengesetz, mit dem Unternehmen weltweit zur Achtung der Menschenrechte und zur Vermeidung ausbeuterischer Kinderarbeit verpflichtet werden sollen. Genauso ein Gesetz wird in Deutschland gerade heiß diskutiert: Entwicklungsminister Gerd Müller und Arbeitsminister Hubertus Heil wollen in wenigen Wochen Eckpunkte für ein Lieferkettengesetz vorstellen. Doch die Gegner*innen eines solchen Gesetzes laufen schon Sturm dagegen. Deshalb müssen wir jetzt unsere Forderung nach einem starken Lieferkettengesetz auf die Straße tragen und so viele Unterschriften wie möglich für unsere Petition sammeln. Sind Sie dabei?

 Ja, ich möchte mitmachen

Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt: Das Beispiel Schokolade eignet sich besonders gut, um Menschen zu vermitteln, warum wir endlich ein Lieferkettengesetz brauchen. Rund 1,1 Kilogramm  davon verspeist jede*r Deutsche im Durchschnitt in der Osterzeit, vom Schoko-Hasen bis zum Schoko-Ei. Doch der süße Genuss hat eine bittere Kehrseite: Mehr als 2 Millionen Kinder ernten auf Kakaoplantagen in Westafrika unter ausbeuterischen Bedingungen die wichtigste Zutat für die Schokolade.

Ferrero, Nestlé, oder Mars – keiner der Schokoriesen kann bisher sicher sagen, dass in seinen Produkten keine Kinderarbeit steckt. Das muss endlich aufhören! Deshalb rufen wir in diesem Jahr zu einem Osterhasen-Streik für ein Lieferkettengesetz auf.

Unser Aktions-Vorschlag:

Gehen Sie mit Ihrer Aktions-Gruppe als Osterhasen verkleidet in die Fußgängerzone oder auf einen öffentlichen Platz in Ihrer Stadt. Dort treten Sie als Hasen mit Protest-Schildern („Schoki ohne Kinderarbeit“, „Lieferkettengesetz jetzt!“) symbolisch in den Streik. Sie erklären den Passant*innen, dass sie nicht länger bereit sind, Schokolade zu verteilen, in der Kinderarbeit steckt. Stattdessen fordern Sie die Passant*innen auf, die Petition für ein Lieferkettengesetz zu unterschreiben, damit  Schokoladenhersteller endlich verpflichtet werden, wirksam gegen Kinderarbeit vorzugehen.


Donnerstag, 7. Mai 2020, 19.00 Uhr | Zentrum für christliche Meditation und Spiritualität Heilig Kreuz | Ketteler Allee 45, 60385 Frankfurt

Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes
Film und Diskussion

Die zentralen Anliegen der Enzyklika Laudato Si  von Papst Franziskus werden in diesem Film sehr eindrucksvoll und bewegend dargestellt. Im Film werden Themen, wie Klima- und Umweltschutz angesprochen, aber auch soziale Fragen zur Gerechtigkeit und der weltweiten Armut.

Danach wollen wir bei fairen Snacks und Getränken ins Gespräch kommen:

  • Wie stehen wir zu diesen Themen?
  • Wie und wo können wir im Alltag unseren Beitrag dazu zu leisten?
  • ……………?

Eintritt frei.

Wir freuen uns auf den gemeinsamen Abend und eine anregende Diskussion.

Pia Arnold-Rammé, Referentin für Sozialpastoral in der Fachstelle für katholische Stadtkirchenarbeit

Dr. Dr. Oswald Bellinger für das Netzwerk Frankfurter Eine-Welt-Gruppen

Samuel Stricker, Zentrum für Meditation und Spiritualität in Heilig Kreuz


Globaler Klimastreik! | 20. 9. 2019 | 12h Opernplatz, Frankfurt

Während in Berlin das sogenannte Klima-Kabinett tagen wird und drei Tage vor dem UN Climate Action Summit in New York rufen wir für den 20.9.2019 dazu auf, für eine effektive und gerechte Klimapolitik auf die Straße zu gehen. Schnelles Handeln und weitrechende Maßnahmen sind  jetzt nötig, um die katastrophale Klimaerwärmung einzudämmen und die 1,5-Grad Grenze nicht zu überschreiten.

Die Schüler*innen und Schüler von Fridays-for-future organisieren nun schon zum zweiten Mal einem globalen Aktionstag: Für den 20.9. fordern sie explizit auch die älteren Generationen, Gewerkschaften, NGOs und soziale Bewegungen dazu auf,  zu streiken und zu demonstrieren.  Nur eine breite Bewegung kann eine lebenswerte, gerechte Zukunft für alle auf diesem Planeten retten.

Das aufgeheizte Klima fügt schon jetzt Millionen Menschen Schaden zu. Insbesondere im Süden des Planeten. 71 Prozent der weltweiten industriellen Treibhausgase stammen laut Carbon Disclosure Project von nur 100 Konzernen. Die meisten davon mit Sitz im globalen Norden.

Nicht nur auf globaler, europäischer und nationalstaatlicher Ebene ist entschlossenes Handeln nötig, sondern auch hier in Frankfurt: Der Kohleausstieg beim HKW West kommt mit 2030 zu spät, der Flugverkehr boomt weiter und zu den 475.000 Autos in Frankfurt kommen immer weitere hinzu. Nicht zuletzt: Die meisten Banken und andere Finanzmarktakteure und die EZB finanzieren weiterhin massiv fossilistische Konzerne. Und ökologische Stadtentwicklung? Fehlanzeige!

Wir rufen dazu auf, mit den Schüler*innen am Freitag, den 20. September, zu streiken und zu demonstrieren! Gegen den Klimakollaps – System change not climate change.

Für ein Frankfurt for future!

Unterzeichner: fair-ein e.V. und viele  andere Organisationen


Entwicklungspolitisches Netzwerk (EPN) Hessen bekennt sich zu:

Am 19. Juni 2018 haben das Netzwerk für Kritische Migrations- und Grenzregimeforschung, medico international und das Institut für Solidarische Moderne den Aufruf „Solidarität statt Heimat“ lanciert. Mit ihm wird ein dringend notwendiges Zeichen gegen die zunehmende Polarisierung von rechts in den Debatten um Migration und Asyl gesetzt. Das Entwicklungspolitische Netzwerk Hessen begrüßt diesen Vorstoß und hat den Aufruf mitunterzeichnet. Im Text wird gefordert, Rassismus und Entrechtung klar beim Namen zu nennen und eine solidarische und humanitäre Position gegen den Rechtsruck zu verteidigen. Neben migrations- und asylpolitischen Fragen geht es vor allem darum, an die Willkommenskultur im langen Sommer der Migration anzuknüpfen:

„Vom ‚gefährdeten Rechtsstaat‘ in Ellwangen über die ‚Anti-Abschiebe-Industrie‘, vom ‚BAMF-Skandal‘ über ‚Asylschmarotzer‘, von der ‚Islamisierung‘ bis zu den ‚Gefährdern‘: Wir erleben seit Monaten eine unerträgliche öffentliche Schmutzkampagne, einen regelrechten Überbietungswettbewerb der Hetze gegen Geflüchtete und Migrant*innen, aber auch gegen die solidarischen Milieus dieser Gesellschaft. Die politischen Debatten über Migration und Flucht werden seit Monaten von rechts befeuert und dominiert – und kaum jemand lässt es sich nehmen, auch noch mit auf den rechten Zug aufzuspringen.

Den Aufruf weiterlesen und mitunterzeichnen auf:   >> SOLIDARITÄT STATT HEIMAT

Weitere Initiativen:

https://menschen-wie-wir.ekhn.de
https://www.worldvision.de
https://www.welt-sichten.org
http://www.migazin.de


Das „Netzwerk Frankfurter Eine-Welt-Gruppen“ stellt sich, seine Aktivitäten und Mitgliedsgruppen, die mitarbeitenden Vereine und Verbände und sein Programm vor.

ATTAC IST NICHT MEHR GEMEINNÜTZIG!
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FEBRUAR 2019: Verheerendes Signal

Der Bundesfinanzhof hat am 26. Februar ein verheerendes Signal für zivilgesellschaftliche Orga­ni­sat­ionen gesandt: Er hat die endgültige Entscheidung über die Attac-Gemeinnützigkeit an das Hessische Finanzgericht zurückverwiesen. In der Begründung, die nicht nur Attac, sondern die gesamte kritische und engagierte Zivilgesellschaft bedroht, heißt es: Die „Einflussnahme auf politische Willensbildung und Gestaltung der öffentlichen Meinung … erfüllt keinen gemeinnützigen Zweck.“ Eine schockierende Einschätzung für alle, die aktiv für eine bessere Welt eintreten. Positive Veränderungen beginnen bekanntermaßen immer damit, ein öffentliches Bewusstsein für ein Problem zu schaffen und Lösungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Der Ausgang dieses Prozesses ist nicht nur für Attac wichtig. Das Gemeinnützigkeitsrecht darf nicht zu einem Instrument verkommen, mit dem zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich selbstlos für eine gerechte Gesellschaft einsetzen, klein gehalten werden!

www.attac.de/jetzt-erst-recht-weitermachen

JUNI 2017: dramatische Entwicklung

Im November 2016 hat das Hessische Finanzgericht ein eindeutiges Urteil gefällt: Attac war und ist gemeinnützig. In dem Urteil widersprach das Gericht jedem einzelnen der vom Finanzamt Frankfurt vorgebrachten Argumente in bemerkenswerter Deutlichkeit; eine Revision ließ das Gericht nicht zu. Mit diesem Urteil hätte ein Schlusspunkt gesetzt sein können. Doch jetzt hat sich das Bundesfinanzministerium eingemischt.
Denn das Schäuble-Ministerium hat jetzt nach eigener Aussage dem Finanzamt Frankfurt die Weisung erteilt, beim Bundesfinanzhof eine Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision einzulegen. Damit unterstreicht das Ministerium die politische Dimension dieser juristischen Auseinandersetzung. Es steht zu befürchten, dass sich auch für das Finanzministerium politisches Engagement und Gemeinnützigkeit gegenseitig ausschließen – ein Trugschluss, der nicht nur für Attac, sondern für eine demokratische Gesellschaft als Ganzes weitreichende negative Folgen haben kann. Dabei hatte das Hessische Finanzgericht bestätigt: „Die Betätigung gemeinnütziger Organisationen muss dabei auch die politische Ebene tangieren können, ansonsten droht ein faktisches Leerlaufen ihres Engagements innerhalb unserer Zivilgesellschaft.“

Damit geht die Auseinandersetzung für eine starke Zivilgesellschaft in eine weitere Runde, die nicht nur viel Engagement und einen langen Atem erfordert, sondern auch viel Geld kosten wird. Der Einsatz für eine gerechtere Welt darf nicht vom Wohlwollen eines Bundesministeriums abhängen – helfen Sie attac unter www.attac.de/zivilgesellschaft-staerken dabei, diese Auseinandersetzung endlich zu einem guten Abschluss zu bringen!